Über Michael

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Michael, Jahrgang 1968, seit dem 15 Lebensjahr Computer & Funk als Hobby. Computer : Angefangen habe ich mit 15 mit einem Spectravideo SVI-328 mit Datasette als Datenspeicher der zu der Zeit zirka 1800DM gekostet hat, dieser Rechner leistete mir eine ganze Zeit treue Dienste. Einige Zeit später ging

ich dann zu Commodore über schon aus dem Grund das meine damaligen bekannten einen hatten. Zu der Zeit wurde wild getauscht und kopiert wie Wild, das Urherberrechtgesetz war damals in der Beziehung noch nicht

erfunden. Am Wochenende war also immer große Tauschpartie angesagt und wir zogen mit Kästen von 5 1/4 Zoll Disketten rum. Neben spielen und Programmierung erwarb ich später meinen ersten Akustikkoppler einen Dataphone S21D was ich nie vergessen werde, da ich zu der Zeit einen Graupapagei hatte und die Akustikkoppler noch nicht induktiv gekoppelt waren. Immer wenn dieses Mistvieh getrillert hat, hatte ich Müll auf den Bildschirm. Später gab es dann Induktiv gekoppelte, die aber durch die Steckmodems die kurz darauf herauskamen keine große Beachtung fanden. Zu dieser Zeit war ich sehr aktiv in Mailboxen bei 300 Baud konnte man noch wunderbar mitlesen so langsam kroch der Cursor über den Bildschirm, nebenbei war ich noch unterwegs im Datex-P und habe mich auf Uni Rechner herumgetrieben von Vax, VMS bis TS2000. Eine Zeit darauf kamen dann die ersten Hayes Modems auf den Markt mit 1200 und 2400 Baud die man um Gottes Willen bloß nicht an der Telefondose anschließen durfte, die Post (Telekom) war da damals sehr scharf hinterher, aber immer ran damit wird schon nichts passieren. Bedingt dadurch wurde meine Aktivität in den Mailboxen und im Datex-P sehr stark. Das war auch die Zeit wo ich mir einen PC zulegte und Commodore den Rücken kehrte. Ich glaub mein erster PC lief mit 4MHz hatte noch gar keine Festplatte nur Disketten und lief mit DOS. Später kamen dann für Unsummen MFM Platten raus mit 10MB die Mann RLL formatieren konnte und so auf 20MB Speicher kam, womit man bei seinen Kumpels dann schon echt der Crack war. Den Höhepunkt in der DFÜ Szene hatte ich mit den ersten 9600 Baud Modem sowie den danach kommenden 14400/28800/33600 Baud ZyXel und USR Robotics Modems. Damit konnte man schon gut Files hin und her ballern, jede größere Mailbox in Berlin hatte damals eine kleine Warez Ecke wo rege Software getauscht wurde, Mailboxen wie die Thowo Box, Jacobis Hundehütte, die Telemail, Golem, Maison Belle, TH´s Inn, Zelator, Mino-Net (Entwickler von Minoterm für den C=128), Wildcat BBS etc. um nur einige zu nennen in denen ich unter den Pseudonym Ados Aktiv war. Die Software kam meistens aus USA, die Blue Boxing welle schwappte damals zu uns über und wir schädigten im Jugendlichen Leichtsinn reihenweise amerikanische Firmen anhand ihrer Telefonrechnung, indem wir diese kostenlosen Nummern 0130 anriefen die diese Firmen zu Service Zwecken eingerichtet hatten und Programme benutzen die der anderen Seite anhand von Tönen signalisierten wir hätten aufgelegt obwohl wir noch in der Leitung waren, so konnten wir uns durchwählen als wären wir bei der Firma am Telefon. Mittlerweile geht so was nicht mehr und wird durch Filter blockiert. Aber was fängt man damit an außer teure Sex Chats anzurufen oder die Sache mal mit den Handy zu nutzen die zu der Zeit übrigens astronomisch teuer waren? (Ich kann mich noch an eine Grundgebühr von 120DM und Telefonpreise von 2,20DM pro Minute erinnern, ganz zu schweigen von den Handys die um die 1600DM kosteten) Richtig man wird aktiv in der Warez Scene in USA und Israel und schiebt Warez hin und her und verteilt diese wiederum in den deutschen Warez Boards. Es war eine schöne, verrückte und leichtsinnige Zeit die mir zugleich auch viel Ärger eingebracht hat, ich darf eingefleischte ältere sowie wie ich nur an den Bust der Mailboxszene in Berlin erinnern als die Polizei meinte sie müssten zur gleichen Zeit 23 Mailboxen hoch nehmen. Da waren die Grünen noch so doof und drehten vorher den Strom ab, heute sind sie wesentlich schlauer und lassen das lieber. Ja wie gesagt es gab auch viel Ärger, aber aus Fehlern lernt man. Später kamen dann die ersten Internet Zugänge raus die von Individual Network Berlin e.V und Snafu angeboten wurden. An HTML und Browser war da noch gar nicht zu denken und man gammelte mit Telnet durch die Gegend und traf sich in einige Chat Systeme, oder Fingerte irgendwelche Systeme an oder spielte mit Unix rum. Später als die Internet Zugänge dann kommerziell wurden ging die Zeit mit HTML los, Browser wie Netscape die andauernd am absaufen waren, gehörten zur Tagesordnung was besonders ärgerlich war den DSL gab es damals noch nicht, wir surften immer noch mit den ZyXel oder USR Robotics rum die aber mittlerweile 33.600 und 57.600 Baud erreicht hatten, zudem gab es „blitzschnelles“ ISDN mit 64.000 Baud und mit Kanalbündelung erreichte man 128.000 Baud was dann auch gleich 2x so teuer war. Wen ich meinen Sohn so was erzähle mit seinem 11 Jahren grinst er mich nur an dreht sich zu seinen 4 Kern PC um und surft mit 50 Mbit Downstream weiter. Ein ohh oder ahh Effekt wie ich das damals hatte kennt er nicht, für ihn ist das alles normal, eigentlich schade aber so ist das heutzutage. Einige Zeit später starben die Mailboxen zum größten Teil aus, auch das FidoNet was sehr weit verbreitet war konnte den Verfall nicht stoppen. Auch der Warez Tausch wurde verlagert aufs Internet und ist bis heute fester Bestandteil des Netzes. Leider nicht mehr aus Spaß und Sammlerleidenschaft sondern mehr aus rein kommerziellen Gesichtspunkten. Was früher getauscht wurde in Mailboxen kursiert im Internet bei Emule, Bittorrent und Filehostern und hat Ausmaße angenommen wo man wirklich von Existenz Bedrohung einer Firma sprechen kann. Aber zurück zu mir…. Als HTML herauskam und Browser, wollte jeder Depp eine eigene Homepage haben, da ich einer der vielen Deppen war wollte ich natürlich auch eine, ich fing an in HTML zu programmieren und machte meine erste Homepage, alles noch mit der Hand WYSIWYG gab es da noch nicht. Später verlor ich aber die Lust am HTML und befasste mich sehr viel mit Hardware, Netzwerk, WLAN, den ich bis heute Treu geblieben bin. Die Schöne alte Zeit mit Mailboxen und Commodore oder den Anfang PC´s ist nun leider vorüber, es ist schön diese Zeit miterlebt zu haben „Wie alles Begonnen hat“ aber wen ich ehrlich bin vermissen tue ich die Zeit nicht. Es ist doch heute vieles besser, Einfacher und vor allem schneller. Diesen Aha Effekt am Computer erlebe ich täglich aufs neue gerade wenn man sich wie ich mit Netzwerk, Mailserver, FTP Server, IP hier, Ports da, hier ein WordPress, das ein bisschen PHP und so weiter befasst. Und das ist auch der Grund warum ich diesen Hobby bis heute Treu geblieben bin, eine Faszination die niemals endet weil es immer wieder was neues zu lernen und zu entdecken gibt.

Funkhobby : Zum Funken kam als ich zirka 14 Jahre alt war, als mein Onkel aus einen Amerika Urlaub ein Export CB Funkgerät mitbrachte für unser Boot. Nachdem ich den ganzen Tag damit gefunkt hatte, war ich so fasziniert davon das ich auch eines für zu hause haben wollte. Meines erstes CB Funkgerät war eine Lehnert HS-120 die damals 12 Kanäle AM hatte und bei der Post angemeldet werden musste, mit meiner kleinen Unterdachantenne kam ich durch fast ganz Berlin. Aber ich wollte weiter hinaus. Und legte mir ein Exportgerät zu mit einem Frequenzbereich bis unterhalb von 28Mhz. Einen Nachbrenner und eine Dipol Antenne.

13MBS26Ein ganz schöner Klopper wie man sieht und natürlich verboten, aber da sind wir wieder bei dem jugendlichen Leichtsinn. Auf diesen Piraten Bändern feierte ich erste Erfolge unter 13MBS26 mit QSO in Europa. Auch waren die Gespräche sehr nett mit Piratenfunkern die in Urlaub waren in Mallorca und auf 27.765 Mhz Aktiv waren. Die Sache ging eine Weile gut mit den Piratenfunk aber ganz wohl war mir dabei nicht, so verlege ich die QSO´s aus Sicherheits-gründen Mobil im Auto. Die QSO´s wurden langsam immer das selbe, und gingen ins Geld da ich die Karten nicht so wie im DARC umsonst versenden kann sondern diese direkt per Post versenden musste. Eine andere Lösung musste her und ich spielte mit dem Gedanken im Amateurfunk aktiv zu werden. Nachdem ich mir einen Scanner damals für 2m gekauft habe, hatte ich die Möglichkeit auf den dortigen Relais zuzuhören. Auf diesen hörte ich dann teilweise bis spät in die Nacht und früh Morgens zu was natürlich mit meiner derzeitigen Arbeit nicht vereinbar war. Eines Tages vernahm ich das Wort Packet Radio auf einem Relay und wusste damit wenig anzufangen, das hatte aber doch meine Neugierde geweckt als die OM´s davon sprachen. Computer und Funk, Genial dachte ich. Jetzt musste endlich eine Richtige kleine Mobilstation her und ich kaufte mir ein Mobiltransceiver für 2m/70cm von Standard, kurz darauf ein TNC Modem und begann meine versuche im Packet Radio auf 2m und 70cm. Das ganze natürlich ohne Lizenz ist klar, man muss erst mal testen dann weiß man ob man das möchte oder nicht. Die Sache ging eine Weile gut und machte mir recht viel Spass, irgendwann wurde es aber wirklich eng als mich OM´s einluden auf einem Kaffee und ich nicht immer wieder nein sagen konnte, zudem machte mein Kumpel Jochen DC7WU druck ich soll endlich die Lizenz machen. Irgendwann habe ich mich dann breitschlagen lassen und legte ich glaube um 1991 die Lizenz der Klasse C ab in Tempelhof. Danach folgten noch etliche Jahre aktive Zeiten auf 2m und 70cm mit Packet Radio, FAX, SSTV. Später nach der Lizenz Neuregelung wo ich automatisch in die größere Klasse rutschte durfte ich auch auf Kurzwelle aktiv werden, was ich mit PSK31 und einem Yaesu FT-857D auch sehr aktiv genutzt habe. Wobei ich anmerken muss das Phonie QSO´s mich noch nie so richtig fasziniert haben, sondern eher das was ich mit dem Computer in Verbindung mit Funk alles machen kann. In den letzten paar Jahren musste ich nun festellen das auf 2m und 70cm in Phonie geschweige den auf PR nichts mehr los war, ja das Internet schlägt auch hier zu, auf Anfragen bei einigen OM wo sie den erreichbar sind auf welcher Frequenz teilten diese mir mit das sie funk aus haben und auf Skype am quatschen sind. Aus diesem Grund und weil so gut wie nichts mehr los ist auf 2m und 70cm habe ich dann vor einigen Jahren meine Geräte verkauft und bin aus dem DARC ausgetreten. Es kommt bestimmt die Zeit wieder wo ich wieder Lust habe im Amateurfunk aktiv zu werden, so langsam fängt es schon wieder an zu jucken, aber eben nur ein bisschen was noch nicht ausreicht.

In diesem Sinne soviel Über mich

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